|
|
 |
|
Kirchen, St. Benediktus |
| |
St. Benediktus, Düsseldorf Heerdt |
 |
| |
I
Die katholische Pfarrkirche St. Benediktus ist
das einzige Benediktus-Patronium im Erzbistum Köln und die
Mutterkirche im linksrheinischen Düsseldorf.
Um 1100 kommt der "Heerdter Hof" in den Besitz der damaligen
Neusser Benediktinerinnen-Abtei (später Kanonissenstift) an St.
Quirinus, dessen Äbtissin bis zur Auflösung in den Jahren der
Säkularisation nach der Französischen Revolution den Pfarrer für
Heerdt bestellt. Ob schon zuvor in fränkischer Zeit hier eine
Kapelle stand, ist nicht überliefert. Ältestes erhaltenes
Zeugnis für die Existenz einer Heerdter Pfarrkirche ist der
romanische Taufstein (etwa 12. Jahrhundert).
Um 1200 entsteht der romanische Vorgängerbau der heutigen
Kirche, eine kleine einschiffige Dorfkirche mit Westturm und
Ostapsis, die über 600 Jahre lang besteht und 1843 wegen
Baufälligkeit abgebrochen wird, um sie durch einen größeren Bau
zu ersetzen.
1844 - 1847 erfolgt die Errichtung der heutigen Pfarrkirche nach
den Plänen des Krefelder Stadtbaumeisters Heinrich Johann Freyse
als eine der frühesten, erstmals wieder mit gemauerten gotischen
Gewölben versehenen, neugotischen Kirchen am Niederrhein, in
Anlehnung an spätgotische Kirchen des 15. Jahrhunderts als
dreischiffige Halle erbaut. (...).
Ende 19. Jahrhundert Einbau von Farbfenstern in steinernem
Maßwerk, die nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg durch eine
farbige Neuverglasung der Chorfenster in den 50-er Jahren und
der Langhausfenster 1970 ersetzt wurde.
Im Jahre 1983 erhielt die Kirche eine neue Orgel.

Im Zentrum der Haupthalle befindet sich der aus alten Altären
zusammengesetzte Hochaltar mit neugotischem Tabernakel. Das
Altarbild aus dem Jahre 1873 von Heinrich Lauenstein zeigt Maria
und Johannes unter dem Kreuze.
Rechts am Bildrand kann man noch Teile der Renaissance-Kanzel
aus dem Jahre 1600 erkennen.
Bei der rechten Heiligenstatue könnte es sich
um St. Benediktus handeln. |
|
 |
|
|